Kritische Einführungswoche Hildesheimer Gruppen vom 25. Oktober bis zum 03. November. 2020

Du bist neu an der Universität oder HAWK angekommen und möchtest dich über die verschiedenen progressiven Gruppen in Hildesheim informieren? Du hast keinen Bock auf Nazis und willst nicht in den falschen Bars landen? Du möchtest dich neben dem Studium politisch oder sozial einbringen, aber weißt einfach noch nicht genau, wo? Dann komm zur Kritischen Einführungswoche! Vom 28.10. – 03.11. erwartet dich ein Programm voller politischer Inhalte und kritischer Diskussionen. Wir haben ein vielfältiges Angebot für euch auf die Beine gestellt, sodass ihr nicht nur eine Übersicht bekommt, welche engagierten Gruppen und Bündnisse hier zu finden sind, sondern gleichzeitig auch die Stadt und ihre schönen Plätzchen entdecken könnt. Außerdem wollen wir zusammen einen progressiven Blick auf Universität und Wissenschaft werfen. Für alle Erstis und Menschen die Lust haben auf Freiräume zum Zusammenkommen und Vernetzen!

 
+++ Sonntag, 25. Oktober 2020 +++
 
Panel: Ort(e) der Zusammenkunft
Gruppe: State of the Art
18:00 Uhr
Halle in der Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1, 31137 Hildesheim
Wie können kulturelle und politische Orte der Gemeinschaft in Zeiten einer Pandemie kreiert werden? Wo sind die Schnittstellen der Herausforderungen und Möglichkeiten von kultureller und aktivistischer Arbeit? Das State of the Art 12 lädt ein zu einem informativen, kreativen Gespräch mit dem SDS Hildesheim und dem European Festival for performing arts „transeuropa“ im stillen und intensiven Speeddating-Format.
 
+++ Montag 26. Oktober 2020 +++
 
Spieleabend – Wie funktioniert der Kapitalismus?
Gruppe: SDS Hildesheim
Dauer: 2-3 Stunden
16:00 Uhr
Marienfriedhof, Butterborn 20, 31134 Hildesheim
In Form eines Spiels werden wir simulieren, wie der Kapitalismus funktioniert. Es werden zufällig Rollen verteilt. Wir produzieren und geben unseren Lohn für die Dinge aus, die uns fit für den kommenden Arbeitstag machen. Wer hat am Ende am wenigsten Monopolygeld und wer das meiste?
ACHTUNG! VERANSTALTUNG FINDET DRAUßEN STATT UND FÄLLT BEI SCHLECHTEM WETTER AUS!
 
Linke Argumente gegen rechte Parolen
Gruppe: Aktiventreffen DIE LINKE
18:00 Uhr
Seminarraum 2. OG, Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim
Hast du schon einmal rechte Parolen im Alltag mitbekommen und dich gefragt, wie du am besten damit umgehst? Beim Seminar LINKE Argumente gegen rechte Parolen findest du Antworten!
Gemeinsam entwickeln wir Argumentationsstrategien
gegen rechts – sei es in der Kneipe, im Bus oder auf Omas Geburtstag.
 
 
+++ Dienstag, 27. Oktober 2020 +++
 
Offenes Transpi- Malen für die Demo am Samstag
Gruppe: SDS Hildesheim
Anmeldung: sdshildesheim@riseup.net
16:00-18:00 Uhr und 18:0 -20:00 Uhr
Treffpunkt vor der Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim
Gemeinsam Transpis malen ist ideal, um dabei ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen. Außerdem helft ihr uns natürlich bei den Vorbereitungen für die Demo! Meldet euch bitte vorher unter sdshildesheim@riseup.net für einen der beiden Zeitslots an,
damit wir bezüglich Hygienekonzept planen können.
 
Einsteiger*innenprobe von Rhythms of Resistance Hildesheim
Gruppe: Rhythms of Resistance
Dauer: 1,5 Stunden
18:00 Uhr
Treffpunkt vor der Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim, Probe findet auf dem Marienfriedhof statt
Du willst den Protest auf Demos und Aktionen bunt, laut und kreativ gestalten? Dann komm zur offenen Probe und spiel mit uns! Instrumente sind da!
 
 
+++ Mittwoch, 28. Oktober 2020 +++
 
Vorstellungsrunde der Hildesheimer Gruppen
18:00 Uhr
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1, 31137 Hildesheim
Vernetzungstreff mit den verschiedensten politisch und sozial engagierten Gruppen, um euch einen Überblick zu geben, was hier so geht und wo ihr potenziell mit einsteigen könnt.
 
Konzert im Club VEB
21:00 Uhr
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1, 31137 Hildesheim
Der Club VEB ist eine Veranstaltungsreihe mit Konzerten, Kickerturnieren, Lesungen und Spieleabenden. Und zwar jeden Mittwoch ab 21 Uhr in der KuFa. Der Eintritt ist frei.
 
 
+++ Donnerstag, 29. Oktober 2020 +++
 
Antifaschistische Schnitzeljagd 
17:00 Uhr
Treffpunkt vor der Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1, 31137 Hildesheim
Bei unserer kleinen Schnitzeljagt wollen wir euch ein paar neue Orte zeigen, quatschen vielleicht Bierchen trinken und Spaß haben. Aber vor allem wollen wir damit einen Möglichkeit bieten andere Leute kennenzulernen, die keinen Bock auf Nazis und sexistische
Kackscheiße haben. Kommt vorbei!
 
 
+++ Freitag, 30. Oktober. 2020 +++
 
Den Weg ins Ungewisse wagen – Online- Workshop zu kritischen Männlichkeiten
Gruppe: Queer_Topia*
Dauer: 3 Stunden
Anmeldung: kontakt@hiqueer.de
14:00-17:00 Uhr
Online (BigBlueButton)
Es wird mit Methoden der machtkritischen Bildungsarbeit das Thema Männlichkeit bearbeitet: Was ist eigentlich Männlich*keit? Wie kann ich kritisch mit (meinen) Männlich*keiten umgehen? Wie und wann
nutze/performe ich sie? Wo schränken sie mich ein? Der Workshop ist kostenfrei, in deutscher Lautsprache und offen für alle Geschlechter.
 
Nazistrukturen in Hildesheim
Gruppe: Antifaschistisches Kollektiv 37
Höchstens 20 Teilnehmende!
20:00 Uhr
Seminarraum 2. OG, Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim
In Hildesheim gibt es zahlreiche und langjährige Strukturen der extremen Rechten. Im Vortrag soll ein Überblick über aktuelle Entwicklungen der Nazistrukturen und deren Akteur*innen gegeben werden.
 
 
+++ Samstag, 31. Oktober. 2020 +++
 
How to Demo
Dauer: 2-3 Stunden
Höchstens 15 Teilnehmende!
14:00 Uhr
Seminarraum 2. OG, Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim
Wenn man noch wenig Erfahrung hat, kann man sich beim Demonstrieren sehr fehl am Platz fühlen. Um das zu vermeiden, wollen wir Euch die wichtigsten Begriffe erklären, verschiedene Demoformate besprechen und schauen, wie man in brenzligen Situationen reagieren kann.
 
Demo: Hildesheim– Antifaschistisch & solidarisch. Bildet Banden!
Gruppe: SDS Hildesheim
16:00 UHR
Treffpunkt am HBF Hildesheim
Zum Ende der Einführungswoche möchten wir den Kampf für ein antifaschistisches und solidarisches Hildesheim mit einer Demo auf die Straße tragen. Für uns ist klar: Wir müssen uns organisieren und zusammenschließen, um dem Faschismus keinen Raum zu geben!
 
Podiumsdiskussion zum „Münchener Antikommunistenprozess“
Gruppe: ATIF Hannover
Höchstens 15 Teilnehmende!
Dauer: 2-3 Stunden
17:00 Uhr
Kurdischer Kulturverein, Pepperworth 9, 31134 Hildesheim
Im Juli 2020 ging nach 4 Jahren Verhandlung der Prozess gegen 10 Mitglieder der türkischen Partei TKP-ML zu Ende. Die politische, antikommunistische Dimension dieses Prozesses soll in einem Vortrag beleuchtet werden. Anwesend sind einer der Angeklagten sowie
einer der Anwälte.
 
 
+++ Dienstag, 3. November 2020 +++
 
Aktiv werden, engagieren, verändern – Schnupper- Plenum
Gruppe: SDS Hildesheim
20:00 – 22:00 Uhr
Rotes Forum, Rosenhagen 20, 31134 Hildesheim
Kommt vorbei zum Schnupper-Plenum des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes (SDS) Hildesheim. Wir freuen uns auf Euch!
 

Wie ihr Trans*, Inter* und Nonbinary* Menschen in Deutschland, Ungarn & überall unterstützen könnt

Anlässlich des Pride Month haben wir in unserem Beitrag auf Radio Tonkuhle gestern Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir Trans*, Inter* und Nonbinary* Menschen in Deutschland, Ungarn und überall unterstützen können. Hier die entsprechenden Links:

Die Petition der transvanilla association um trans* und inter* Personen in Ungarn zu unterstützen: https://action.allout.org/en/m/e9cae516/

Der offene Brief „Pressefreiheit statt Polizeigewalt“ in Solidarität mit Hengameh Yaghoobifarah: https://friendsofhengameh.wordpress.com/

Die Forderungen der Interventionistischen Perverse, mit denen wir uns solidarisieren:

1. Die EU muss das bestehende Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das besagt, dass Personenstandsänderungen selbstbestimmt, hürdenlos und barrierefrei für alle möglich sind, durchsetzen und Sanktionen gegen die Staaten verhängen, die sich dagegen sträuben.

2. Die Bundesregierung muss das derzeit gültige, pathologisierende Transsexuellen Gesetz abschaffen.

3. Die Bundesregierung muss die die Paragraphen 22 und 45b des Personenstandsgesetzes entpathologisieren und für Menschen ohne deutsche Staatsbürger*innenschaft freigeben.

4. Wir fordern die Personenstandseintragung durch die Zuweisung des Geschlechts bei Geburt abzuschaffen.

5. Wir fordern das Recht aufs eigene Geschlecht nach argentinischem Vorbild, mit gesetzlich verankerter Finanzierung für jegliche Transitionsmaßnahmen.

5. Die Pathologisierung von trans* und inter* muss aus den medizinischen Manualen und den Leitlinien der Medizinischen Dienste der Krankenkassen gestrichen werden.

7. Vorgenommene Zwangssterilisationen an trans* und nonbinary Personen müssen entschädigt werden.

8. Das Verbot medizinisch nicht notwendiger Operationen an inter*Kindern muss nach den Bedingungen von inter*Verbänden durchgesetzt werden. Ärzt*innen die in der Vergangenheit inter*Körper verstümmelt haben, sind rechtlich zu belangen, ihnen ist die Approbation zu entziehen.

9. Queerfeindlichkeit ist als Fluchtursache anzuerkennen, egal ob es sich um ein angeblich sicheres Herkunftsland handelt oder nicht.

10. Wir fordern, die sofortige Evakuierung von Flüchtlingsunterkünften, sowie die Evakuierung der Lager an den EU Außengrenzen und eine adäquate, hygienische Unterbringung und eine der Pandemie gerechte Versorgung von Geflüchteten.

11. Wir fordern einen hürdenlosen Zugang zum deutschen Gesundheitssystem für geflüchtete Menschen.

12. Wir fordern die Umfassende Entkriminalisierung von Sexarbeit, insbesondere von Prostitution, zugunsten eines verbesserten Arbeitsschutzes und sicherer Arbeitsbedingungen. Das sogenannte Prostituierten Schutzgesetz muss abgeschafft werden.

13. Wir fordern eine Enteignung der deutschen Polizei, sowie Maßnahmen zur Einrichtung nachhaltiger Modelle der Community Accountability und die Förderung von Bildung, sozialen Hilfseinrichtungen, Förderprogrammen für Kinder benachteiligter Familien – insbesondere Migrant*innenfamilien – und die Förderung des Gesundheitswesens mit den so frei werdenden finanziellen Mitteln.

14. Die adäquate Unterbringung von trans*, inter* und nonbinary Gefangenen muss gewährleistet werden. Gefangene sollten uneingeschränkten Zugang zu rechtlichen und medizinischen Transitionsmaßnahmen haben.

15. Wir fordern die verpflichtende Einführung von schulischen Lehrplänen und universitären Curricula, die sich affirmativ mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt auseinandesetzen.

16. Wir fordern ein Parteiverbot der AfD.

17. Horst Seehofer muss für sein Versagen in der Kommunikation über den Anwendungsbereich der dritten und vierten Geschlechtsoption gegenüber den Standesämtern zurücktreten.

18. Annegret Kramp Karrenbauer ist für die politisch motivierte Hassrede anlässlich des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur dritten und vierten Geschlechtsoption zur Verantwortung zu ziehen und ihrer Ämter zu entheben.

… sowie Listen der zuständigen Bundestags- und Europaabgeordneten, an die ihr die Forderungen senden könnt: https://www.bundestag.de/abgeordnete/wahlkreise/  & https://www.europarl.europa.eu/germany/de/europa_und_sie/das_ep/abgeordnete/bundeslaender.html

SDS goes Radio – Jeden Freitag um 14:40 Uhr

Seit etwa einem Monat werfen wir jeden Freitag um 14:40 Uhr eine Perspektive auf all die politischen und gesellschaftlichen Themen, die uns derzeitig beschäftigen. Dafür lesen wir Ausschnitte aus Medienberichten vor und kommentieren diese – natürlich immer aus einem linken, antikapitalistischen Blickwinkel, der die spezielle Lage marginalisierter und unterdrückter Gruppen in den Vordergrund rückt. Bisherige Themen waren die Situation der Menschen in den griechischen Geflüchtetenlagern, eine Stellungnahme zu der Covid-19-Widerstandsbewegung „Aufgewacht Hildesheim“ – insbesondere in Hinblick auf die antisemitischen und rassistischen Implikationen verschwörungstheoretischer Ansätze – und zuletzt ein Pride Month Special zur Solidarität mit Trans*, Inter* und Nonbinary* Menschen in Deutschland, Ungarn und überall auf der Welt.

Auch nächste Woche erwartet euch wieder ein Beitrag von uns – also vergesst nicht, das Radio Tonkuhle einzuschalten! 

*** Kämpfe verbinden – Solidarität muss praktisch werden *** Die letzten beiden SDS-Veranstaltungen im Online-Sommersemester 2020

Im diesjährigen Online-Sommersemester gibt es auch von uns wieder eine Veranstaltungsreihe — diesmal mit dem Titel „Kämpfe verbinden – Solidarität muss praktisch werden“. Sie schließt damit an unsere letzte Semesterreihe zum Thema „Kämpfe verbinden – Stark durch Solidarität“ an. Die ersten zwei Veranstaltungen „Community Organizing“ und „Bündnispartnerin Gewerkschaft“ liegen leider schon hinter uns. Falls ihr sie verpasst habt, stellt doch jetzt schon mal sicher, dass die nächsten beiden Veranstaltungen fest in eurem Terminkalender vermerkt sind. Sie werden wie die vorhergehenden Vorträge über Zoom stattfinden, den jeweiligen Link findet ihr auf unserer Facebook-Seite. Wir freuen uns auf euch!

Ally*ing Workshop
Zoom-Workshop mit Simoné 
Donnerstag, 25.06.2020
17:00 Uhr
In Anbetracht von steigenden Raten rassistisch, sexistisch, queerfeindlich, transfeindlich, islamfeindlich und antisemitisch motivierter Gewalt in der Welt und in Deutschland stellt sich die Frage, wie sich Personen der Mehrheitsgesellschaft, insbesondere weiße Personen und cis-männliche Personen, mit Minderheitenpositionen solidarisieren können.
In diesem Workshop soll es darum gehen, das Potential von Allyship zu erarbeiten, verschiedene Solidarisierungsstrategien zu entwickeln und bestehende Formen öffentlicher Solidarisierungsbekundungen kritisch zu hinterfragen. Allyship ist dabei als Prozess zu begreifen, als ständiges Reflektieren und Umsetzen, als etwas, das praktiziert und nicht nur angekündigt wird, als Handeln statt Performance.
Die besten Solidarisierungsmöglichkeiten sollen konkret für verschiedene Alltagsszenarien besprochen werden und die Teilnehmer*innen werden ermutigt, ihre eigenen Erlebnisse, sofern dies gewünscht wird, in den Workshop zu nehmen und gemeinsam zu reflektieren.
Dieser Workshop kann von allen interessierten Personen besucht werden, die Zielgruppe sind jedoch in erster Linie Teilnehmer*innen die nicht von (Mehrfach-)diskriminierung betroffen sind, und die interessiert daran sind, bereits vorhandene Solidarisierungsbestrebungen weiterzuentwickeln.
 
Antischwarzer Rassismus
Zoom-Vortrag mit Jena
Donnerstag, 09.07.2020
18:00 Uhr
Anti-Schwarzer Rassismus ist ein global umspannendes Machtsystem, tief verankert in der Geschichte europäischen Expansion. Bei diesem Vortrag versuchen wir Rassismus grundlegend zu verstehen und ziehen Linien zwischen historischen und aktuellen Formen von Anti-Schwarzem Rassismus. Dabei wollen wir Verknüpfungen zur Kolonialgeschichte herstellen und unseren Fokus auf Deutschland legen. Nach einem Input wird es Raum für Fragen und Diskussion geben.
 
 

Eine Stellungnahme zu „Aufgewacht Hildesheim“: Rechtes Gedankengut, irrationale Panikmache und Verschwörungsmythen

Seit sieben Wochen protestiert die Covid-19-Widerstandsbewegung „Aufgewacht Hildesheim“ auf dem Platz an der Lilie. Wieso es so wichtig ist, sich gegen diese Proteste zu positionieren und Widerstand gegen den vermeintlichen „demokratischen Widerstand“ auszuüben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

„Demokratischer Widerstand“ nennt sich die Zeitschrift, die die letzten Wochen auf den Demos verteilt wurde. Es handelt sich dabei um ein bundesweites Magazin, das Artikel diverser Coronaleugner*innen zusammenstellt. Es zeigt beispielhaft, wie Verschwörungsmythen funktionieren, welche Argumentationsmuster und Überzeugungsstrategien benutzt werden und inwiefern diese mit antisemitischen und rechtspopulistischen Tendenzen einhergehen: Die Herausgeber*innen der Zeitschrift bezeichnen sich selbst als „Kritische Intelligenz“, die die Bürger*innen vor ihrer Blindheit retten möchte und ihnen zum „aufwachen“ verhelfen möchte: die Parallele zur Hildesheimer Bewegung ist nicht zu übersehen. Das Coronavirus ist in ihren Augen nur erfunden oder zumindest nicht bedrohlicher als eine normale Grippe, womit die Maßnahmen nicht gerechtfertigt wären. Es geht ihnen aber nicht nur um eine kritische Sicht auf die Einschränkung bestimmter Grundrechte, die an sich noch unterstützenswert wäre, sondern um das Aufdecken einer großen Verschwörung, die hinter Covid-19 stecken muss. In der Ausgabe vom 24.04. werden in einem Artikel von Anselm Lenz beispielsweise drei alternative Erklärungsversuche gewagt, die offensichtlich plausibler als das Virus sein sollen. Die erste Variante, überschrieben mit dem Titel „Panikattacken überalterter Eliten ohne Nachfolger?“, stellt die absurde These auf, dass die Regierung nur aus einem Zustand der Panik heraus handele, welcher auf „eigenen uneingestanden Todesängsten fußt, womöglich in Verbindung mit dem Gefühl, nicht geliebt zu werden“. Auch die anderen beiden Varianten – die Coronakrise als künstlich herbeigeführte Wirtschaftskrise für einen „Neustart des Kapitalismus auf neo-nationalistischer Basis“ oder die Coronakrise als „Aktion zum Klimaschutz“ und „grüne Weltverschwörung“ – scheinen wie aus der Luft herbeigezogen: sie enthalten keine nachvollziehbare Argumentationsstruktur und keinerlei Quellenbelege.

Verschwörungsmythen wie die hier vorgestellten sind aus vielerlei Gründen problematisch: Durch den Entwurf einer dämonischen Macht, die entweder diffus bleibt (die bösen Eliten, die Kllimaforscher*innen) oder sich auf wenige Personen zentriert (z.B. Bill Gates) wird bewusst ein Feindbild kreiert und Angst geschürt. Das Absurde daran ist, dass die irrationale Panikmache zwar in Medien und Bevölkerung angeklagt wird, mit genau derselben Strategie allerdings selbst manipulativ gearbeitet wird. In der zitierten Ausgabe ist z.B. von einem „Horror-Regime“ die Rede, alle befänden sich in „Geiselhaft“ und „Todesangst“ und diejenigen, die an Corona glauben, werden als „Psycho-Bürger“ bezeichnet. Die angewandte Rhetorik ist typisch für Verschwörungsmythen: Durch das Kreieren von Sündenböcken wird der Welt nicht nur ein einfacher, greifbarer Sinn gegeben, durch den komplexe politische Strukturen übersehen werden – es wird sich auch ganz bewusst von der restlichen Bevölkerung abgehoben. Durch die Aufteilung in ein „Wir“ vs. „Die“ erzeugen Verschwörungstheoretiker*innen ein Gruppengefühl, das jeder Kritik von außen standhält und eine Selbstkritik verunmöglicht. Doch wieso fallen so viele Menschen darauf rein? Dadurch, dass das Vertrauen in die Demokratie so immens erschüttert wird, wird ein Zustand der Apathie innerhalb der Bevölkerung befördert. Die einzige Möglichkeit, sich aus dieser Apathie und Ohnmacht zu befreien, sei es, sich der Gruppierung anzuschließen, die sich als Rettung der demokratischen Grundrechte und als letzte Alternative versteht. Die Medien werden alle als „gleichgeschaltet“ bezeichnet, keinem Nachrichtenmagazin sei mehr zu vertrauen, weil ja sowieso alle unter einer Decke stecken.

Hier wird eine weitere Problematik sichtbar: Mit dem Begriff „Gleichschaltung“ wird eine Parallele zum Nationalsozialismus gezogen. Das ist nicht untypisch, im oben zitierten Artikel wird der derzeitige Zustand als „faschistoid“ bezeichnet. Mit dieser sprachlichen Ebene geht allerdings auch eine Verharmlosung der Schoa einher, die antisemitische Tendenzen aufweist. Auch auf den bisherigen Hildesheimer Demos wurde sich nicht deutlich gegen rechts ausgesprochen. Stattdessen fällt immer wieder die Aussage, dass auf den Demos alle willkommen seien- ganz egal ob links oder rechts: „wir sind doch alle Menschen“. Dass auf der zweiten Kundgebung von „Aufgewacht Hildesheim“ der bekennende Rechtsextremist Johannes Welge eine Rede gehalten hat, scheint für die Demonstrant*innen auch kein Problem darzustellen. Bei Nachfrage wird sich meistens dadurch verteidigt, dass die rechte Gesinnung durch die Rede ja nicht erahnt werden konnte – dieses Ausweichargument lässt sich jedoch leicht dadurch enttarnen, dass seine Rede in Wahrheit mehrere rechtsextreme Bezüge enthielt, z.B. einen Verweis auf die Partei „Die Rechte Braunschweig/ Hildesheim“, in der Welge Vorsitzender ist.  Auf der Widerstandsdemo am letzten Samstag distanzierte sich Hendrik Seeger, der führende Kopf der Gruppe, ganz bewusst von „Black Lives Matter“ und rief dazu auf, die Demos nicht zu unterstützen. Auf Nachfrage hieß es, dass er „gegen Gewalt“ sei. Diese Aussage wirkt umso absurder, wenn man sie in den Kontext von Nachrichten wie „Merkel sprengen“ oder „Antifa prügeln“ rückt, die Seeger selbst (dort nennt er sich„Rocko“) in einem internen Chat verfasste. Weitere Information über die rechten Inhalte der Gruppe und die Nachrichten aus den Chats findet ihr unter diesem Link: http://nonazishildesheim.blogsport.de/2020/05/29/aufgewacht-hildesheim-in-hildesheim-ein-ueberblick

Aus den hier genannten Gründen (und zahlreichen weiteren, die aus Platzgründen leider ausgelassen werden mussten), positionieren wir uns ganz deutlich gegen die Inhalte von „Aufgewacht Hildesheim“. Anstatt gegen Maskenpflicht und Mindestabstand zu protestieren, rufen wir dazu auf, sich mit denen zu solidarisieren, die besonders hart von der derzeitigen Situation betroffen sind: die Geflüchteten in den griechischen Lagern, Menschen ohne festen Wohnsitz sowie diejenigen, die von häuslicher Gewalt, psychischen Krankheiten oder finanziellen Nöten betroffen sind.

Und weil Verschwörungsmythen momentan wieder auf Hochkurs sind: Passt auf, welche Aussagen fallen, was diese implizieren und unter welchen Umständen bzw. in welchen Formaten sie ausgesprochen und/ oder verschriftlicht werden. Und checkt alles, was ihr lest, nach Quellenbelegen ab. Nicht alles, was sich kritisch nennt, ist es auch!!! Weitere Informationen darüber, wie Verschwörungsmythen funktionieren und wie diese zu enttarnen sind, findet ihr hier: https://conspiracytheories.eu/_wpx/wp-content/uploads/2020/04/COMPACT_Guide_Deutsch-2.pdf?fbclid=IwAR3p28JCgO2w5163h5_ttfq41Jw7u9ChbVjLtQz60MlhXUZDL0-P9vguzUc

Rückblick zum Klimastreik am 29.11.

Trotz Regen und Hagel hat der antikapitalistische Block beim Klimastreik am 29.11. für kämpferische Stimmung gesorgt. Die zweistündige Demo -bzw. Demos, denn dieses Mal wurde von unterschiedlichen Punkten aus gestartet- endete(n) mit Redebeiträgen am Hauptbahnhof.  Falls ihr unsere Rede verpasst habt, findet ihr diese jetzt auch endlich hier und auf unseren Social-Media-Kanälen. Für eine antikapitalistische und internationalistische Antwort auf die Klimakrise! Aber lest doch einfach selbst:

„Der Klimanotstand macht sich immer stärker bemerkbar. Nach und nach trägt das auch zu einem wachsenden Bewusstsein der Bevölkerung bei. Mehr Leute gehen auf die Straße, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen. Eine Zukunft, in welcher der Schutz der Umwelt und das gute Leben für alle vor den Interessen der Wirtschaft stehen.

Dass wir von einem Klimanotstand reden können und müssen, wird von Klimaexpert*innen nicht mehr angezweifelt. Zahlreiche Messungen beweisen, dass die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre in einem vergleichsweise kurzen Abstand rasant gestiegen ist. Ebenso gibt es unzählige Belege dafür, dass dieser rasante Anstieg auf die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas und somit auf uns Menschen zurückzuführen ist. 

Dass der Klimawandel menschengemacht ist, stellt uns vor weitere Fragen: Was kann ich tun? Wer ist schuld? Was bringt ein “bewusster Konsum”?

Wir stehen vor einem Schein-Paradoxon: Der Markt für nachhaltige Produkte wächst – die Umweltbelastung auch!

Konzerne betreiben Eigenwerbung damit, jetzt grün zu sein und suggerieren, dass der Kauf ihrer Produkte das Klima entlasten könnte. Die Illusion des grünen Kapitalismus nimmt eine Produktionsweise in Schutz, die zum Scheitern verurteilt ist: die natürlichen Ressourcen der Erde werden verbrannt, um immer mehr Kapital anzuhäufen. Fakt ist: Fast zwei Drittel der weltweiten CO2-Emissionen werden von nur 100 Konzernen verursacht. Und dennoch werden diese Klimasünder nicht zur Rechenschaft gezogen und können einfach weitermachen wie bisher. 

Wir fordern, dass Großkonzerne stärker besteuert werden, anstatt dass eine CO2- Steuer Geringverdiener*innen zu Lasten fällt. Nicht jede*r kann sich eine teure Bahnfahrt leisten, wenn gleichzeitig die Benzinpreise immer weiter steigen. Ebenso sind Bio- oder Fairtrade-Produkte nicht für jede*n bezahlbar. Ethischer Konsum darf nicht zu einem persönlichen Ablasshandel werden! 

Denn nach derzeitigem Stand werden eben nicht diejenigen belangt, die das Klima am meisten belasten. Stattdessen wird wieder und wieder die Verantwortung des einzelnen Menschen betont. Dabei handelt es sich um ein Instrument des neoliberalen Systems, die Probleme zu privatisieren und die Schuldfrage auf Individuen abzuwälzen, sodass die Politik ihnen den Rücken zukehren kann. Es findet also eine Umkehr der Verhältnisse statt- das muss jetzt aufhören!

Anstatt den eben genannten Forderungen nachzukommen, wird Deutschland von der Regierung immer als Vorreiter in Sachen Klimaschutz dargestellt. Es wird gesagt „Die anderen müssten erst mal nachziehen“. Das ist ein Witz in Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland auf Platz 6 der größten Co2- Emittenten liegt. Das ist auch ein Witz in Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland als Land des globalen Nordens die Probleme einfach nur verlagert.

Die Menschen, die die meisten Verantwortung für den Klimawandel tragen, sind nicht die, die primär davon betroffen sind. Schon jetzt verursachen die Steigung des Meeresspiegels und die zunehmende Erderwärmung Dürren, Naturkatastrophen, Wirbelstürme und schwindende Lebensressourcen. Dadurch werden viele Menschen aus ihrer Heimat verdrängt. Der Kampf für das Klima ist also zugleich ein Kampf gegen die Bedingungen, die Menschen dazu zwingen, ihr Zuhause zu verlassen. 

Für Klimaschutz zu sein, bedeutet gegen den Kapitalismus zu sein! Gerade jetzt dürfen wir nicht leiser werden und müssen den Druck von unten verstärken! Dafür müssen wir uns weiter vernetzen und dürfen uns nicht spalten lassen. Wir müssen diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die bisher keiner Forderung nachgekommen sind! 

Alle fürs Klima! Sozial. Internationalistisch. Antikapitalistisch.“

*** Kämpfe verbinden- Stark durch Solidarität *** SDS-Veranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Inwiefern hängen Feminismus und Antirassismus zusammen? Wieso lässt sich der Kampf um das Klima nicht von einer Kritik an der kapitalistischen Produktionsweise trennen? Und wie können wir es schaffen, gemeinsam verschiedene Formen von Unterdrückung zu überwinden? Mit diesen Fragen werden wir uns in der neuen Semesterreihe beschäftigen und zusammen überlegen, wie wir unterschiedliche Kämpfe vereinen können. Das Ziel ist es, durch Solidarität strukturelle Veränderung zu schaffen und sich kollektiv für eine bessere Welt einzusetzen. Wir freuen uns auf euch! 
 
FÄLLT AUS! Tiefrot und radikal bunt – Für eine neue linke Erzählung
Vortrag und Lesung von Julia Fritzsche
Freitag, der 29.11.2019 um 19:00 Uhr
Seminarraum, Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1, 31137 Hildesheim
Das gute Leben für alle ist möglich. Die Frage ist nur: Wann wird es eintreten? In einem Jahr, in einem Monat, oder übermorgen? Journalistin Julia Fritzsche hat Feministinnen, Indigene, Asylhelfer und Mietenaktivistinnen begleitet. Sie sucht nach einer verführerischen, begeisternden linken Erzählung, die Klassenfrage, Diversity und Ökologie verbindet, und heraushilft – aus der bedrängenden Gegenwart.
 
Konsumkritik und Antikapitalismus
Workshop von Roberto und Leon
Donnerstag, der 12.12.2019 um 19:00 Uhr
Raumänderung! Linkes Forum, Rosenhagen 20, 31134 Hildesheim
Konsumhandlungen sind dein persönlicher Fingerabdruck im Kapitalismus. Kritik an diesem ist meistens unangenehm. Doch bringt Shaming etwas? Ist das Individuum ganz alleine verantwortlich für die Ursachen und Folgen der Produktion? Was können wir tun? Gemeinsam mit euch möchten wir uns anschauen und diskutieren, was die Möglichkeiten aber auch Grenzen von Konsumkritik sind.
 
Naturzerstörung, Kapitalismen und (Post)wachstumsperspektiven – Einblicke und Ausblicke aus politisch-ökonomischer Sicht
Vortrag von Athanasios Karathanassis
Donnerstag, der 16.01.2020 von 18:00-20:00 Uhr
Raum G207, Universität Hildesheim (Universitätsplatz 1)
Wenn von Naturzerstörung, Klimawandel oder Umweltschutz die Rede ist, geht es zumeist um technologische Lösungen, gesetzliche Forderungen oder die moralisch begründete Schonung der Natur. In welchem Zusammenhang steht die Praxis des kapitalistischen Systems mitsamt ihrer Logiken mit der Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen, und welche gesellschaftlichen Perspektiven schließen hieran an?
 
Bin ich nicht Frau und Schwester? – Intersektionaler Feminismus in Deutschland heute
Vortrag von Simoné 
Donnerstag, der 30.01.2020 von 19:00-21:00 Uhr
Raum N007 (Forum), Universität Hildesheim (Universitätsplatz 1)
Nieder mit dem Patriarchat, es lebe der Feminismus! Die Frage ist nur: Welcher? Das Zusammenspiel verschiedener Identitätsmerkmale in Diskriminierungsprozessen, auf das bereits in den 1960er Jahren in den Feminismusbewegungen Schwarzer Frauen Nordamerikas im Zuge der „re-visionist theory“ hingewiesen wurde, ist in Deutschland noch ein verhältnismäßig neuer Ansatz. Intersektionale Ansätze des Feminismus stellen die komplexen Zusammenhänge, oder Intersektionen, zwischen diesen Identitätsmerkmalen in den Vordergrund: So ist eine Schwarze, studierte Frau anderen Formen der Diskriminierung ausgesetzt als eine weiße Frau der Arbeiterklasse, die trans* ist. Über die letzten Jahre haben sich auch in Deutschland in feministischen Kreisen intersektionale Ansätze durchgesetzt. Dennoch finden sich auch hierzulande transexklusive und BIPOC-exkludierende Ansätze, die nach wie vor wenig diskutiert und reflektiert werden. Identitätsmerkmale wie Klasse, race oder gender werden zudem im deutschen Wissenschaftsdiskurs und im Alltag oft unabhängig voneinander betrachtet. Dieser Vortrag zeigt auf, wo sich die Entwicklung des intersektionalen Feminismus in Deutschland derzeit befindet, und welche besonderen Anwendungsmöglichkeiten und Handlungsmöglichkeiten sich aus intersektional feministischen Ansätzen ergeben. Intersektionale (MISSY Magazin, Mädchenmannschaft) und weniger intersektionale Ansätze (EMMA) der derzeitigen feministischen Medienlandschaft dienen dabei als Fallbeispiele.
 

Kritische Einführungswoche Hildesheimer Gruppen

Kritische Einführungwoche 
Du bist neu an der Universität oder HAWK angekommen und möchtest dich über die verschiedenen progressiven Gruppen in Hildesheim informieren? Du hast keinen Bock auf Nazis und willst nicht in den falschen Bars landen? Du möchtest dich neben dem Studium politisch oder sozial einbringen, aber weißt einfach noch nicht genau, wo?

Dann komm zur Kritischen Einführungswoche!

Vom 28.10. – 03.11. erwartet dich ein Programm voller politischer Inhalte und kritischer Diskussionen. Wir haben ein vielfältiges Angebot für euch auf die Beine gestellt, sodass ihr nicht nur eine Übersicht bekommt, welche engagierten Gruppen und Bündnisse hier zu finden sind, sondern gleichzeitig auch die Stadt und ihre schönen Plätzchen entdecken könnt. Außerdem wollen wir zusammen einen progressiven Blick auf Universität und Wissenschaft werfen.

Für alle Erstis und Menschen die Lust haben auf Freiräume zum Zusammenkommen und Vernetzen!

Das komplette Programm steht auch hier als Download bereit. (PDF)

 

 +++ Montag – 28. Oktober 2019 +++ 

Wie Funktioniert der Kapitalismus?
Spielabend 
Gruppe: SDS Hildesheim
19:00 Uhr, Projektwerkstatt, 
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim 
In Form eines Spiels werden wir simulieren, wie der Kapitalismus funktioniert. Wer hat am Ende die wenigsten Gummibärchen und wer die meisten?

 

 +++ Dienstag – 29. Oktober 2019 +++ 

Aufstand oder Aussterben
Vortrag 
Gruppe: Extinction Rebellion
17:30 Uhr, Seminarraum,
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim 
Artensterben, Hungersnöte, Kriege – mit zivilem Ungehorsam gegen die Klimakrise

 

Nazistrukturen Hildesheim
Vortrag 
Gruppe: Nazimelder Hildesheim
19:30 Uhr, Seminarraum,
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim 
Die Rechte, NPD, JN, C18, B&H, GDL, rechte Hools und IB. Alles Nazis, die es in Hildesheim gibt und die wir euch vorstellen wollen. Know your Enemies!

 

 +++ Mittwoch – 30. Oktober 2019 +++ 

Trommeln mit Rhythm of Resistance
Offene Probe 
Gruppe: Rhythm of Resistance
15:00 Uhr, Treffpunkt vor der Kufa,
Langer Garten 1, 31137 Hildesheim 
Offene Probe mit politischer Trommelgruppe, die bei Demos für Stimmung sorgt!

 

Alternativer Stadtrundgang
Gruppe: Vernetztes Erinnern
15:00 Uhr, Kulturfabrik, 
Langer Garten 1, 31137 Hildesheim 
Historische Stadtführung: Nationalismus und Antifaschismus in Hildesheim kennenlernen.

 

Wissenschaft im Zeitalter der Herrschaft des  Kapitals
Vortrag mit Alex Demirovic 
Gruppe: SDS Hildesheim
18:00 Uhr, Studio, 
Langer Garten 1, 31137 Hildesheim 
Wie kann wissenschaftliche Forschung organisiert und der Nachwuchs darauf vorbereitet werden angesichts des Konflikts zwischen Verantwortung und Kapitalinteresse?

 

Vokü in der Kufa 
20:00 Uhr, Projektwerkstatt,
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim
Leckeres veganes Essen für Alle! Gekocht wird v.a. mit Lebensmitteln vom Wochenmarkt. Außerdem gibt es hier immer Getränke, ein Bücherregal und natürlich nette Menschen.

 

CLUB VEB: Planting Robots
Konzert 
21:00 Uhr, Loretta,
Kulturfabrik Löseke, Langer Garten 1,
31137 Hildesheim 
Der Club VEB ist eine Veranstaltungsreihe mit Konzerten, Kickerturnieren, Lesungen und Spieleabenden. Und zwar jeden Mittwoch ab 21 Uhr in KuFa. Der Eintritt ist frei.

 

 +++ Donnerstag – 31. Oktober 2019 +++ 

Vokü im Brühlchen 
Kochen ab 16:00 Uhr
Essen ab 18:00 Uhr, Brühlchen,
Gelber Stern 10, 31134 Hildesheim 
Gemeinsam Kochen, Essen und Quatschen nach dem Prinzip der Volxküche: vegan, bio und regional. Jeden Donnerstag in der Vorlesungszeit der Fakultät S.

 

VORSTELLUNGSRUNDE
DER HILDESHEIMER GRUPPEN
Interaktive Fragerunde 
19:30 Uhr, Alte Bibliothek,
Gelber Stern 10, 31134 Hildesheim 
Vernetzungstreff mit den verschiedensten politisch und sozial engagierten Gruppen, um euch einen Überblick zu geben, was hier so geht und wo ihr potenziell mit einsteigen könnt.

 

+++ Freitag – 1. November 2019 +++ 

Anti-queere Ideologie: Die Suche nach identitärer Sicherheit
Lesung & Gespräch mit Hannah Engelmann 
Gruppe: hi*queer
18:00 Uhr, Theaterhaus Hildesheim,
Langer Garten 23C, 31137 Hildesheim
Klerikale, Nationale und FAZ-Feuilleton kämpfen gegen den „Genderwahn“. Welche Ideologie zeichnet sich darin ab und was können wir ihr entgegensetzen?

 

Linker Kneipenabend 
Gruppe: SDS Hildesheim
21:00 Uhr, Gambrinus,
Heinrichstraße 18, 31137 Hildesheim
Komm vorbei zum Quatschen und Biertrinken. Hier triffst du Menschen die Nazis blöd finden und keinen Bock auf sexistische Kackscheiße haben.

 

 +++ Samstag – 2. November 2019 +++ 

Buchgespräch mit Zain Al-Khatir
(„Ums Überleben kämpfen“),
Sudan-Abend mit Essen und Musik 
Gruppe: No Border No Problem (NBNP)0 
17:00 – 0:00 Uhr, Kufa, Seminarraum
Langer Garten 1,31137 Hildesheim 
NBNP und der Autor Zain Al-Khatir porträtieren die Grenzpolitik Nordafrikas und versachlichen Migration – mit Sudan-Küche / Abbass Anour / Al-Troubaz.
In Kooperation mit: Studio Bar, Brücke der Kulturen, Samofa

 

+++ Sonntag – 3. November 2019 +++ 

FRISCHER WIND IN HILDESHEIM
Vernetzungstreffen 
Gruppe: Maloja Projekt0 
16:00 Uhr, Faserwerk,
Ottostraße 77, 31137 Hildesheim
Das Maloja-Projekt bringt durch soziale und künstlerische Beiträge warmen Wind in die Begegnung zwischen Menschen verschiedener Soziokulturen. Höhepunkt wird ein Festival Ende Juni 2020 sein.

 

 +++ Freitag – 8. November 2019 +++ 

Rave, es gilt!
Soliparty 
Gruppe: AFK*370   
23:00 Uhr, Buffo
Kulturfabrik Löseke,
Langer Garten 1,31137 Hildesheim 
Am 8.11 heißt es: Tanzen gegen Repression! Verschiedene DJ*anes, Getränkespecials und viele gute Leute sorgen für ’ne fette Party.

+++ ACHTUNG RAUMÄNDERUNGEN +++ Feminismus fetzt! – SDS-Veranstaltungen im Sommersemester 2019

Feministische Kapitalismuskritik 
Vortrag mit Ronda Kipka
Mittwoch – 24. April 2019
19:00 Uhr, Linkes Forum – Rosenhagen 20,
31134 Hildesheim
In Bezug auf den Frauen*streik/Feministischen Streik 2019 ist häufig von unbezahlter oder auch unsichtbarer Arbeit die Rede. Häufig fallen auch Begriffe wie Care- und Sorgearbeit. Wir wollen uns anschauen, was Arbeit im Kapitalismus bedeutet, wie sich der Kapitalismus und wir selber reproduzieren und was das alles mit Rollenbildern und „den Frauen*“ zu tun hat.

Queer und Klasse 
Vortrag mit Lia Becker
Donnerstag – 30. Mai 2019
19:00 Uhr, Kulturfabrik Löseke,
Langer Garten 1, 31137 Hildesheim
Klassenpolitik oder Identitätspolitik? Diese Frage spaltet derzeit die Linke. Dabei müsste die Frage anders lauten: Wie können queere und feministische Kämpfe mit einer Klassenperspektive verbunden werden? Lia Becker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin des LINKEN-Vorsitzenden Bernd Riexinger und beschäftigt sich darüber hinaus mit Trans-Feminismus und queerer Kapitalismuskritik.

Nach dem Streik ist vor dem Streik – Erfahrungen und Perspektiven des Frauen*streiks in Deutschland 
Vortrag mit Kerstin Wolter
Mittwoch – 19. Juni 2019
+++ 19:00 Uhr, Kulturfabrik Löseke,
Langer Garten 1, 31137 Hildesheim +++
Überall auf der Welt nehmen Frauen* den Kampf gegen die Rechten und gegen kapitalistische Ausbeutung auf. Auch in Deutschland wird die feministische Bewegung jährlich größer. Der feministische Streik am 8. März 2019 war die nächste Eskalationsstufe. Aber er war nur ein Anfang. Doch warum sind es gerade Frauen*, die derzeit ihre Stimme erheben und wie geht es mit dem Frauen*streik voran? Davon erzählt uns Mitinitiatorin Kerstin Wolter.

Was kann die Evolutionstheorie zur Geschlechterdifferenz sagen? 
+ Aftershowparty im STUDIO
Eine kritische Sichtung – Vortrag mit Kerstin Palm
19:00 Uhr – Donnerstag – 11. Juli 2019
+++ Raumänderung +++ STUDIO Hildesheim +++
Langer Garten 1, 31137 Hildesheim

Dass geschlechterdifferente Fähigkeiten und berufliche Präferenzen sich evolutionstheoretisch auf ein steinzeitliches Jäger-Sammlerinnen-Szenario zurückführen lassen, scheint eine allgemein anerkannte wissenschaftliche Tatsache zu sein. Der Vortrag stellt nach der Sichtung des momentanen Forschungsstandes diese Gewissheit jedoch in Frage und beschreibt seriösere Erklärungsmöglichkeiten für Geschlechterdifferenzen, die aus den aktuellen Forschungsergebnissen der Biologie und Sozialwissenschaften hergeleitet werden.

Vortrag mit Andreas Kemper: Antifeminismus in der AfD & Neuen Rechten

Mit dem Erstarken der AfD und ihrem Einzug in den Bundestag ist im öffentlichen Diskurs ein starker Rechtsruck zu bemerken, von dem auch andere demokratischere Parteien ebenso wenig ausgenommen sind. Die Positionierung der AfD ist auch ein direkter Angriff auf die wissenschaftliche Freiheit und betrifft daher alle Studierende. 

Es sind die Errungenschaften, Jahrzehnte langer (queer-) feministischer politischer Kämpfe, dass zum Beispiel Gleichstellungsbeauftragen gesetzlich an den Hoschulen und Universitäten verankert sind. Dank der wissenschaftlichen Freiheit und dem unermüdlichen Einsatz von Frauen- und queeren Personen gibt es heute Genderstudis und angrenzende, interdisziplinäre Wissenschaften. 
Andreas Kemper ist einer der bekanntesten AfD-Experten und engagiert sich zudem gegen Bildungsungerechtigkeit sowie Antifeminismus.

Der Vortrag richtet sich daher an  alle Studierende, um darüber aufzuklären, wie der Kampf der AfD gegen Feminismus und feministische Errungenschaften geführt wird und sensibilisiert welche Konsequenzen die Studierenden sowohl in der Lehre und Forschung, als auch im universitärem Leben auf dem Campus und in den Veranstaltungen zu erwarten hätten.

18.04.18 • 19.00 Uhr
Goschentor 1 • Hörsaal
Hildesheim