Die European Association of Schools of Social Work (EASSW) hat kürzlich eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sich solidarisch mit der griechischen Bevökerung gezeigt wird und vor einer humanitären Katastrophe in Griechenland durch die Troika gewarnt wird.
Die unten verlinkte Pressemitteilung entstand auf einem internationalen Kongress zur Entwicklung der Sozialen Arbeit in Europa, welcher vom 29.06. – 02.07. in Mailand stattfand und zu dem der SDS Hildesheim ein*e Delegierte*r entsendete. Gemeinsam mit mehr als 700 Personen aus der ganzen Welt wurde über die Zukunft der Sozialen Arbeit diskutiert. Hierbei wurde immer wieder betont, dass die Ursachen für soziale Probleme in Europa (und damit das eigentliche Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit) im Neoliberalismus liegen, welcher sich z.Zt. im Phänomen des deutschen Neokolonialismus ausprägt. Im Zuge des internationalen Austausches fanden auch Dozierende aus den Brennpunkten Europas gehör, wobei v.a. griechische Perspektiven intensiv diskutiert wurden. Aus einer dieser Debatten entstand eine Presseerklärung der EASSW, die sich ausdrücklich gegen Austeritätspolitiken wendet und vor einer humanitären Katastrophe in Griechenland warnt, sollte die europäische Stoßrichtung beibehalten werden. Als Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband stehen wir hinter der Erklärung der EASSW. Einerseits kommen Teile des Hildesheimer SDS aus dem Studienbereich Soziale Arbeit, andererseits sehen wir aber auch generell als Studierende eine Verantwortung, sich mit den emanzipatorischen Forderungen aus der Wissenschaft zu solidarisieren, v.a. wenn sie, wie hier, aus einem Netzwerk der Hochschullehrkräfte kommen. Als wissenschaftlich ausgebildete Menschen sehen wir eine Unabwendbarkeit einer politischen Positionierung, wenn wir die Phänomene unserer Umwelt sachlich analysieren und damit die Propagandalügen des Kapitalismus entblößen können. Als links denkende Menschen führen wir aber auch gleichzeitig einen gemeinsamen Kampf mit allen Entrechteten und Unterdrückten, die von unserem Wirtschaftssystem in Massen in die Perspektivlosigkeit getrieben werden. Vor allem die Soziale Arbeit sieht in ihrer täglichen Arbeit und fachlichen Auseinandersetzung die Schattenseite des Kapitalismus. Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, es dem EASSW gleich zu tun und sich Seite an Seite an die Opfer unserer Okönomie und speziell unseres deutschen Staates zu stellen. Angesichts immer größer werdendem Elends wird es in Zukunft immer bedeutsamer werden, sich gegen die unmenschliche Verwertungslogik des Kapitalismus zu stellen.
Unsere Weltsicht von der Gleichheit des menschlichen Lebens verbietet uns daher das Wegschauen vor menschlichem Leid. Unsere Positionierung muss sich gerade in Krisenzeiten gegen Austeritätspolitik, gegen den Ausverkauf Griechenlands, gegen ein neoliberales Studium und gegen eine neoliberale Soziale Arbeit stellen. Für ein Ende des Elends.
#ThisIsAaCoup