Der Hildesheimer (noch) CDU-Vize Mirco Weiß verlangt jetzt offiziell vom SDS Hildesheim eine Streichung seines Namens aus unserem Eingangsstatement zur kürzlich veröffentlichten Kampagne „Europa schottet sich ab“. Zur Erinnerung: Wir führten Gründe auf, weswegen wir eine Kampagne gegen die europäische Abschottungspolitik starteten.
Dass Weiß jetzt reagieren muss ist Ergebnis seines eigenen politischen Amoklaufs der letzten Tage. Schon der Hildesheimer Grünenpolitiker Räbiger prophezeite ein Zurückrudern nach Auslotung Weiß´ Spielraums nach rechts, was sich eindrucksvoll in der gestrigen Ausgabe der Hildesheimer Allgemeine gezeigt hat, in der Weiß kleinlaut zugibt, sich „in leidenschaftlicher Dynamik in der Wortwahl vergriffen“ zu haben. Merke: Kein Wort zum Inhalt. Seine haltlosen Thesen, wie etwa die Forderung, Geflüchtete statt in Wohnungen, ins Kirchenasyl zu verfrachten (HiAZ, 04.08.15), bleiben Bestandteil seines Weltbildes, das in einer Zeit von Pogromen gegen Ausländer*innen ein hochgefährlicher Tatbestand darstellt und eindeutig benannt werden muss. Vielleicht hätte sich Weiß auch einfach an den Rat seiner Parteikollegin Möllring halten sollen, die bereits dazu aufforderte „mal wieder runterzukommen“.
Nun forderte Weiß am heutigen Freitag, den 14.08.15 den SDS Hildesheim in einer (unten angehängten) E-Mail dazu auf, sich „aus dem Post unverzüglich, spätestens jedoch bis heute, 18:00 Uhr […] entfernen“ [zu lassen], andernfalls bittet er mitzuteilen, wer sich „für diesen Post bei Ihnen verantwortlich zeichnet“. Die Lüge „zur verbalen Abrüstung aufgerufen und meinerseits bereits gehandelt“ zu haben ist angesichts einer offenen Drohung gegen den SDS Hildesheim eine Farce. Eine Rücknahme unseres Statements kann von uns daher nur hiermit beantwortet werden:
„Nö.“
Weiß Zurückrudern ist ein heuchlerischer Versuch, seinen Ruf in der Öffentlichkeit zu wahren. Hierbei schreckt er nicht davor zurück, Einschüchterungsversuche gegen seine Kritiker*innen kundzutun. Eine selbstbewusste Antwort von links kann ihm hierbei jedoch Einhalt gebieten. Aus diesem Grund entschieden wir uns, seine E-Mail publik zu machen: Denn Abschiebungsgegner*innen sollten nicht diejenigen sein, die in der Defensive sind, sondern gesellschaftliche Brandstifter wie Mirco Weiß.
Hier die E-Mail:
Sehr geehrte dielinke.SDS Hildesheim,
auf Ihrer Facebookseite verwenden Sie weiterhin meinen Namen in einem haltlosen Kontext. Implizit wie explizit werde ich dabei ohne jedes Augenmaß als rechtspopulistischer Agitator diffamiert. Ich darf Sie daher zunächst auf diesem bilateralen Weg auffordern, meinen Namen aus dem Post unverzüglich, spätestens jedoch bis heute, 18:00 Uhr zu entfernen. Andernfalls bitte ich Sie mir mitzuteilen, wer für diesen Post bei Ihnen persönlich verantwortlich zeichnet.
Ich habe, Sie werden es gelesen haben, zur verbalen Abrüstung aufgerufen und meinerseits bereits gehandelt. Vielleicht regen die Hochschulvertretungen ja mal eine niveauvolle Podiumsdiskussion zur Asylpolitik an. Hier bestünde Gelegenheit, dass dielinke.SDS Hildesheim, CDU und andere (mit offenem Visier!) Argumente austauschen. Ich stehe für Anfragen in dieser Richtung jederzeit zur Verfügung.
Mit besten Grüßen
Mirco Weiß
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CDU Stadtverband Hildesheim
– stellv. Vorsitzender –
Helmut-Kohl-Haus
Bahnhofsallee 28
31134 Hildesheim
