Positive Resonanz auf AfD-kritischem Vortrag von Andreas Kemper

Am Mittwoch (07.12.16) fand ein vom Sozialistisch Demokratischen Studierendenverband (SDS) Hildesheim organisierter Vortrag des Soziologen Andreas Kemper zu der Frage „Ist die AfD faschistisch?“ statt. Die Resonanz gestaltete sich als positiv: etwa 150 Interessierte fanden sich im großen Hörsaal im Goschentor 1 ein. Im Anschluss fand eine rege Diskussion statt.

In seinem Vortrag zeigte Kemper unterschiedliche Strömungen innerhalb der AfD auf: die radikale neoliberale, die fundamentalistische christlich-aristokratische und die faschistische. Darüber hinaus ging er auf einzelne Vertreter*innen dieser Strömung ein, insbesondere auf Björn Höcke, welcher sich NS-Rhetoriken bedient. Er erläuterte die „Blaue Allianz“ zwischen FPÖ und AfD und die globalen Vernetzungen rechtsextremer und rechtspopulistischer Bewegungen. Den Wahlerfolg der AfD begründete er u.a. damit, dass sozialdemokratische Politik über lange Zeit die Interessen und Lebenswirklichkeiten von Arbeiter*innen, sowie des „unteren Milieus“ aus den Augen verloren hat. Weiterhin habe eine spezifische Medienberichterstattung die AfD in der öffentlichen Wahrnehmung gestärkt.

Der Vortrag erreichte ein weitreichendes Spektrum von Hildesheimer Studierenden und einigen Bürger*innen, die sich auf dessen Grundlage ein realistisches Bild von der AfD machen konnten. Dieses Bild bietet die Möglichkeit, die eigene Meinung in Bezug auf die AfD zu reflektieren und eigene Entscheidungen in Hinblick auf die kommenden Wahlen in Hildesheim zu überdenken oder zu festigen.

Wir, als SDS Hildesheim, hoffen dass es der AfD im Zuge der kommenden Bundestagswahlen nicht gelingt, in Hildesheim an politischem Einfluss zu gewinnen und ihrem rechtspopulistischen Gedankengut kein Raum gelassen wird.