Ist die Afd faschistisch? Vortrag & Diskussion am 07.12.2016

Die Alternative für Deutschland entwickelte sich in den knapp vier Jahren ihres Bestehens immer mehr zu einer Partei der Ungleichheit. Es lassen sich drei Strömungen ausmachen: eine neoliberale Strömung, die mehr Ungleichheit zwischen Arm und Reich anstrebt, eine christlich-fundamentalistische Strömung, die zurück will zur sozialen Ungleichheit zwischen Frauen und Männern, bzw. Homosexualität nicht gleichstellen möchte, und eine faschistische Strömung, die eine größere Ungleichheit anstrebt zwischen Menschen mit deutschen Vorfahren und den von ihr sogenannten „Nicht-Bio-Deutschen“. Geeint ist die AfD durch einen gemeinsamen Feind, den sie als „die Gutmenschen“ bezeichnet.


Inzwischen wird mit der AfD eine rechte Bewegung in Europa aufgebaut. Zunächst gab es eine „Blaue Allianz“ zwischen FPÖ und AfD, vor einem halben Jahr wurde dann der „Patriotische Frühling“ ausgerufen, einem Bündnis von Front National, FPÖ, AfD, Lega Nord und weiteren rechten europäischen Parteien. Insbesondere der Flügel um den rechten Thüringen AfDler Björn Höcke ist gefährlich, da er die Partei als eine „fundamentaloppositionelle Bewegungspartei“ sieht und mit verschiedenen rechten Bewegungen von Pegida bis zur Identitären Bewegung zusammenarbeit.

Welche Ideologien die AfD vertritt und weshalb ein immer stärker werdender Flügel der AfD als „faschistisch“ betrachtet werden muss, erläutert der Soziologe Andreas Kemper in seinem Vortrag.

Da auch in Hildesheim zu befürchten ist, dass die AfD bei den kommenden Bundestagswahlen ein zweistelliges Ergebnis erziehlen wird, lädt der SDS Hildesheim alle Interessierten ein, um sich ein realistisches Bild von der AfD machen zu können.

Für Nervennahrung und Getränke ist gesorgt.

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