Hildesheimer Frauen*tag – voller Erfolg!

Zum Internationalen Frauentag hat das Hildesheimer „Bündnis 8. März“ ein buntes Programm auf die Beine gestellt.
Los ging es bereits am Vorabend mit einer Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs über Clara Zetkin und Rosa Luxemburg, in der über die beiden politischen Kämpferinnen berichtet und diskutiert wurde. 
Am Donnerstagmorgen lud dann der Verein Brücke der Kulturen zu einem Frauenfrühstück ein. „Das dient uns als Freiraum“, so eine der Organisatorinnen. „Dass dies gut angenommen wird, zeigt die hohe Besucherinnenzahl, die mit rund 50 Frauen* ein Erfolg ist.“
Im &Büro in der Wollenweberstraße bot nachmittags der Sozialistisch Demokratische Studierendenverband (SDS) einen Vortrag zur Geschichte der Frauenbewegung an.
Abschließend wurde dieser Tag mit einer Demonstration durch die Innenstadt geehrt. Rund 350 alte und junge Frauen*, Männer* und Kinder zogen mit guter Stimmung vom Bahnhofsvorplatz durch die Innenstadt und über den Zingel hin zum Marktplatz und taten so ihren Protest kund.
„Insgesamt hat das Programm viele Menschen erreicht, die sich auf verschiedene Arten mit dem Thema Frau sein in einer patriarchalen Gesellschaft auseinandersetzen.“ Für die Zukunft wünschen wir uns, dass unser Netzwerk wächst, sodass dieser Tag noch weiter in das Bewusstsein aller rückt, so eine der Aktivistinnen.

No Pasaran Festival | Kufa Hildesheim

Liebe Menschen,

kommt am 13. Oktober 2017 zum ¡No pasarán! Festival in Hildesheim.

Unter der Losung der Internationalist*innen im antifaschistischen Kampf während des spanischen Bürgerkriegs, wollen wir mit euch ein Festival in Hildesheim feiern! Damals wie heute ist es richtig und wichtig dem Faschismus, Patriarchat, Kapitalismus und so vielem mehr entgegen zu treten und dabei selbst in Theorie und Praxis revolutionäre Perspektiven zu erschaffen.

Am Freitag, den 13.10. erwarten euch ab 16 Uhr in der KuFa neben Vorträgen, Workshops und leckerem Essen, natürlich auch jede Menge gute live Musik. Von Folklore über Rap bis Punk haben wir für jede*n was dabei.
_______

 

Fit gegen G20!

Du denkst, subversive Kleidung und Achtsamkeit reichten, um sich politisch zu positionieren? Du denkst, es genüge, sich von rechtsextremen Parteien abzugrenzen? Du denkst, dass jede ihres Glückes Schmiedin sei?

Doch wie kann jede ihres Glückes Schmiedin sein, wenn die Schmiede jemand anderem gehört? Wenn schon entschieden ist, wer überhaupt schmieden darf, mit welchem Werkzeug und mit welchem Material?

Die unsichtbaren, strukturellen Machtgefälle, die unsere globale Weltgesellschaft beherrschen, verfügen über uns alle. Der zeitgenössische Kapitalismus ist in alle Regionen der Erde vorgedrungen. Die härteste Ausbeutung ist in ein Nord-Süd-Gefälle verschoben worden. Der Norden akkumuliert seinen Reichtum auf Kosten des Südens, auch innerhalb Europas.

Die Charaktermasken, die Personifikationen der ökonomischen Verhältnisse treffen sich am 7. und 8. Juli in Hamburg zum Harmonie vorgaukelnden Mauschel-Stelldichein. Hier werden neue Kriege geschmiedet, schmutzige Deals beschlossen, Öl in bereits schwelende Konflikte gegossen, durch Zusammenkunft von Despoten Menschenrechte und Gleichheit auf den Amboss gelegt und unter dem Euphemismus „Weltpolitik gestalten“ zertrümmert. Die Asche, die davon übrigbleibt, will man uns als soziale Gerechtigkeit verkaufen. Doch Asche brauchen wir nicht.

Kommt zu den Demonstrationen und Blockaden vom 6.-8. Juli nach Hamburg.

– 6.7. „Welcome to Hell“ Demo – 19 Uhr Fischmarkt

– 7.7. „#BlockG20 – colour the red zone!“ (Blockade)

– 7.7. „Die Logistik des Kapitals lahmlegen!“ (Blockade)

– 7.7. „G20 entern – Kapitalismus versenken!“ Demo – 20 Uhr Reeperbahn

– 8.7. „Grenzenlose Solidarität statt G20“ Demo – 13 Uhr Deichtorhallen (Hbf)

Internationaler Tag der Arbeiter*innen in Hildesheim am 1 Mai | Steingrube

Am 01.05.2017 veranstaltet das Antifaschistisches Netzwerk Hildesheim ein Fest zum „Internationalistischen Tag der Arbeiter*innen“ von 11 bis 16 Uhr in der Steingrube in Hildesheim. Wir rufen zusätzlich alle Menschen auf, davor die DGB Demonstration um 10:45 Uhr am Hauptbahnhof zu begleiten und zu unterstützen.

Nach dieser traditionellen Demonstration haben wir bewusst ein eigenes Fest ins Leben gerufen, weil wir den 1.Mai als Tag des Kampfes gegen Armut, Unterdrückung und Klassismus sehen. Die Gewerkschaften, in der Rolle der Arbeitnehmer*innen-Vertretung, haben sich jedoch in der neoliberalen Marktwirtschaft zu einem Zahnrad im Getriebe des Kapitalismus entwickelt. Leiharbeit, prekäre Jobs, Lohnarbeit, Verwertungslogik, Konkurrenz – ein Großteil der Gewerkschaften geht diese Missstände nicht entschlossen an, sondern beschränkt sich zunehmend auf Tarifkämpfe und lässt somit den Ausbeutungsmechanismen des Kapitalismus‘ freien Lauf.

Wir hingegen sehen den Ausweg nicht in Lohnerhöhungen oder Reformen, sondern in der endgültigen, weltweiten Überwindung des kapitalistischen Systems und der Befreiung aller Menschen aus ihrer Unterdrückung. Einen ersten Schritt möchten wir mit diesem Fest machen, bei dem wir uns kennenlernen, diskutieren, informieren aber auch feiern können, fernab von Leistungsgedanken und Zwang.

Der Tag wird neben unseren Forderungen auf der Straße auch ein musikalisches, (inter)kulturelles, informatives sowie kulinarisches Programm enthalten.

Positive Resonanz auf AfD-kritischem Vortrag von Andreas Kemper

Am Mittwoch (07.12.16) fand ein vom Sozialistisch Demokratischen Studierendenverband (SDS) Hildesheim organisierter Vortrag des Soziologen Andreas Kemper zu der Frage „Ist die AfD faschistisch?“ statt. Die Resonanz gestaltete sich als positiv: etwa 150 Interessierte fanden sich im großen Hörsaal im Goschentor 1 ein. Im Anschluss fand eine rege Diskussion statt.

In seinem Vortrag zeigte Kemper unterschiedliche Strömungen innerhalb der AfD auf: die radikale neoliberale, die fundamentalistische christlich-aristokratische und die faschistische. Darüber hinaus ging er auf einzelne Vertreter*innen dieser Strömung ein, insbesondere auf Björn Höcke, welcher sich NS-Rhetoriken bedient. Er erläuterte die „Blaue Allianz“ zwischen FPÖ und AfD und die globalen Vernetzungen rechtsextremer und rechtspopulistischer Bewegungen. Den Wahlerfolg der AfD begründete er u.a. damit, dass sozialdemokratische Politik über lange Zeit die Interessen und Lebenswirklichkeiten von Arbeiter*innen, sowie des „unteren Milieus“ aus den Augen verloren hat. Weiterhin habe eine spezifische Medienberichterstattung die AfD in der öffentlichen Wahrnehmung gestärkt.

Der Vortrag erreichte ein weitreichendes Spektrum von Hildesheimer Studierenden und einigen Bürger*innen, die sich auf dessen Grundlage ein realistisches Bild von der AfD machen konnten. Dieses Bild bietet die Möglichkeit, die eigene Meinung in Bezug auf die AfD zu reflektieren und eigene Entscheidungen in Hinblick auf die kommenden Wahlen in Hildesheim zu überdenken oder zu festigen.

Wir, als SDS Hildesheim, hoffen dass es der AfD im Zuge der kommenden Bundestagswahlen nicht gelingt, in Hildesheim an politischem Einfluss zu gewinnen und ihrem rechtspopulistischen Gedankengut kein Raum gelassen wird.

 

Ist die Afd faschistisch? Vortrag & Diskussion am 07.12.2016

Die Alternative für Deutschland entwickelte sich in den knapp vier Jahren ihres Bestehens immer mehr zu einer Partei der Ungleichheit. Es lassen sich drei Strömungen ausmachen: eine neoliberale Strömung, die mehr Ungleichheit zwischen Arm und Reich anstrebt, eine christlich-fundamentalistische Strömung, die zurück will zur sozialen Ungleichheit zwischen Frauen und Männern, bzw. Homosexualität nicht gleichstellen möchte, und eine faschistische Strömung, die eine größere Ungleichheit anstrebt zwischen Menschen mit deutschen Vorfahren und den von ihr sogenannten „Nicht-Bio-Deutschen“. Geeint ist die AfD durch einen gemeinsamen Feind, den sie als „die Gutmenschen“ bezeichnet.


Inzwischen wird mit der AfD eine rechte Bewegung in Europa aufgebaut. Zunächst gab es eine „Blaue Allianz“ zwischen FPÖ und AfD, vor einem halben Jahr wurde dann der „Patriotische Frühling“ ausgerufen, einem Bündnis von Front National, FPÖ, AfD, Lega Nord und weiteren rechten europäischen Parteien. Insbesondere der Flügel um den rechten Thüringen AfDler Björn Höcke ist gefährlich, da er die Partei als eine „fundamentaloppositionelle Bewegungspartei“ sieht und mit verschiedenen rechten Bewegungen von Pegida bis zur Identitären Bewegung zusammenarbeit.

Welche Ideologien die AfD vertritt und weshalb ein immer stärker werdender Flügel der AfD als „faschistisch“ betrachtet werden muss, erläutert der Soziologe Andreas Kemper in seinem Vortrag.

Da auch in Hildesheim zu befürchten ist, dass die AfD bei den kommenden Bundestagswahlen ein zweistelliges Ergebnis erziehlen wird, lädt der SDS Hildesheim alle Interessierten ein, um sich ein realistisches Bild von der AfD machen zu können.

Für Nervennahrung und Getränke ist gesorgt.

15056498_707393336082551_7185754204832718135_n

Aufruf zum Welt-Kobanê-Tag am 1.November 2016 in Hildesheim und überall.

+++ Gegen den Einmarsch der türkischen Besatzer in Rojava! Für eine Verbindung der Kobanê und Afrin Kantone! +++

Seit Ausrufung der Autonomie auf Grundlage von Gerechtigkeit und Freiheit am 19. Juli 2012 waren Kobanê und Rojava einer Vielzahl von militärischen Offensiven und Angriffen ausgesetzt. Seit jeher belagern militante Extremisten diese geographische Region, die danach strebt, ein neues Lebens- und Gesellschaftsmodell zu leben, das sozio-kulturell, religiös und ethnisch divers ist.

Durch den Willen der Menschen in Rojava und nach einer neuen Ära, einer neuen Verwaltung, waren sie unbesiegbar in der bedingungslosen Verteidigung Kobanê´s gegen die Kampagnen der Barbaren. Die Verteidigung markierte den Beginn des Endes für den ISIS-Größenwahn, der Fähigkeit beliebige Städte und Orte kontrollieren zu können.

Trotzdem, der Preis für diesen Erfolg war hoch und die Auswirkungen sind immer noch sichtbar: Kobanê, die Hauptstadt des Widerstands, ist zerstört, über 70% der Häuser liegen in Trümmern. Die Mehrheit der Bewohner*innen sind emigriert, sind in alle Ecken der Welt vertrieben. Dennoch ist der Wille der Menschen, der Wunsch und der Entschluss in ihre Häuser zurückzukehren und ihre Stadt wiederzubeleben sehr stark. Das macht sie zur emanzipatorischen Gegenkraft, gegen Imperialismus und zu einer Alternative zum Kapitalismus und Faschismus, welcher in den umliegenden Staaten herrscht.

Geleitet von ihren mutigen Verteidigungseinheiten, den Volksverteidigungseinheiten YPG und den Frauenverteidigungseinheiten YPJ, ist der Zugang zu medizinischer und humanitärer Versorgung noch immer mangelhaft. Die Menschen verteidigen sich immer noch gegen den ISIS-Terror als kommunaler Zusammenschluss der Vielfalt in den Kantonen Rojava´s, bestehend aus Kurd*innen, Araber*innen, Syrier*innen und Assyrer*innen, unterstützt durch Luftschläge der internationalen Koalition.

Die Menschen aus Kobanê und Rojava haben die Hoffnung, dass diejenigen, mit denen sie dieselben Werte teilen – Werte wie Frieden und Gerechtigkeit – sie mit all ihrer Kraft gegen den Terrorismus und beim Wiederaufbau von Kobanê unterstützen, und dass sie mit legitimen Mitteln den Druck auf die Türkei erhöhen, um einen humanitären Korridor zu öffnen. Stattdessen baut die Türkei gerade einen mehrere hundert Kilometer langen Grenzzaun und hat ihre militärische Offensive gegen Rojava verstärkt. In Form der FSA operiert eine neue militärische Gruppe jihadistischer Kämpfer in Zusammenarbeit mit der Türkei in Syrien, welche nun eine neue Bedrohung darstellt.

Deshalb rufen wir am 1. November 2016 alle Menschen dazu auf, sich solidarisch mit den mutigen Menschen von Kobanê zu zeigen, die die Welt mit ihrem Sieg gegen die Feinde der Menschheit inspiriert haben.

Je größer eure Unterstützung für die Menschen in Rojava und Kobanê ist, desto höher ist die Chance auf Frieden, Gleichberechtigung und Erfolge gegen die Feinde der menschlichen Werte in der Region und darüber hinaus.

Link zur Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1064728573624570/

Erklärung zur Hausdurchsuchung im UJZ Kornstraße

Am 11. Februar 2016 kam es zu einer Hausdurchsuchung im unabhängigen Jugendzentrum „Kornstraße“ (UJZ Kornstraße) in Hannover.

Vorwände für die Durchsuchung sind ein angeblicher Verstoß gegen das Vereinsgesetz durch die Unterstützung angeblicher PKK-Aktivist*innen.

Um 10 Uhr morgens sperrte ein großes Polizeiaufgebot die Kornstraße ab und mehrere Mitarbeiter*innen des Staatsschutzes sowie Sondereinheiten der Polizei begannen mit der Hausdurchsuchung. Die eingesetzten Polizeikräfte warteten nicht auf das Öffnen der Türen, sondern besetzen direkt alle geöffneten Räume und konfrontierten die Anwesenden mit dem Durchsuchungsbeschluss. Dadurch, dass weder auf das Eintreffen des Rechtsbeistandes gewartet wurde noch das Durchsuchen der Räume von den Anwesenden begleitet werden konnte, ist es zu einer massiven Beschneidung der Rechte der Betroffenen gekommen.

Die Absurdität des Einsatzes und der Vorwürfe zeigt sich am deutlichsten an den beschlagnahmten Materialien: ca. 40 Plakate, 80 Flyer bzw. Sticker sowie 4 Computer. Diese Materialien hängen seit geraumer Zeit im gesamten Stadtbereich öffentlich sichtbar.

Als Jugendzentrum ist die UJZ Kornstraße nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch ein Ort politischen und kulturellen Schaffens. Für die Unterzeichnenden sind Orte wie die Korn besonders wichtig, da hier vielfältige Angebote für junge Menschen geschaffen werden und gemeinsam Politik gemacht wird. Daher steht die Korn für uns symbolisch für ein solidarisches Miteinander. Deswegen lassen wir uns nicht durch diese gewaltvolle Kriminalisierung wegen der Unterstützung unserer kurdischen Freund*innen       von ihnen trennen. Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich nicht durch Kriminalisierung und Repression abschrecken zu lassen. Seid laut, seid solidarisch!

In Reaktion auf die Ereignisse findet am Freitag, 12.2.16, um 18 Uhr eine Demonstration am Steintorplatz statt.

Unterzeichner*innen:

fzs – freier zusammenschluss der studentInnenschaften
LAK Niedersachsen
AStA Uni Hannover
SDS Hildesheim
AKS Hannover
Linke Initiative Hildesheim
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan
Ciwanên Azad Hannover
YDG Hannover
ver.di Jugend Hannover/Leine-Weser
Grüne Jugend Niedersachsen

aus*gegrenzt? Thementag zu Flucht: Ursachen und Konsequenzen

Plakat-thementag01-2016

Der Sozialistisch-demokratische Studierendenverband Hildesheim lädt unter dem Motto “aus*gegrenzt“ zu einem Thementag über Fluchtursachen und Fluchtkonsequenzen ein. Am Mittwoch, den 27.01.2016 werden am Campus Weinberg den ganzen Tag Impulsvorträge, Workshops und Diskussionsrunden stattfinden, ein Erfahrungsbericht wird das Thema Flucht und den gesellschaftlichen Umgang hiermit beleuchten. Eingeladen sind unter anderen Vertreter*innen des Flüchtlingsrates Niedersachsen, der Initiative Pangea e.V., von Greenpeace Hildesheim, der Tierrechtsinitiative Hildesheim sowie Dozierende der Universität und der HAWK Hildesheim. Das Rahmenprogramm bilden Filmvorführungen und Infostände, die zum Austausch einladen. Stattfinden wird der Thementag am Campus Weinberg der HAWK (Renatastr. 11 Hildesheim), Haus A, im 1. Obergeschoss. Der erste Vortrag beginnt um 09.45 Uhr und die letzte Diskussionsrunde endet voraussichtlich um 20.00 Uhr. Für die Verpflegung sorgen die Hildesheimer Volxküchen.

Im Folgenden der Einladungstext:
Keine Themen dominierten in den letzten Monaten stärker die Medien als Flucht und Migration. Zu
Recht: Denn das dominierende Wirtschaftssystem ist die Grundlage für die stärkste Migrationsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg. Waffenexporte, Kriege, Umweltzerstörung und die politische Destabilisierung ganzer Staaten sind unserer Meinung nach direkte Konsequenzen einer Wirtschaftsordnung, die von sich aus kein Ziel in der Bedürfnisbefriedigung von Menschen sieht, sondern stattdessen der inhumanen Logik des Kapitals folgt. Europa schottet sich ab und nimmt dabei den Tod derer in Kauf, die bereits lebensgefährliche Strapazen der Flucht bis zu den europäischen Außengrenzen am Mittelmeer überstanden haben. Gleichzeitig wird in den Medien größtenteils nicht mit, sondern über Refugees geredet. Eben dieser öffentliche Diskurs hat häufig einen xenophoben Tenor und verhindert eine sachliche und zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Das wollen wir ändern! Aus diesem Grund organisieren wir einen Thementag, der unterschiedliche Betrachtungsweisen auf diverse Gründe von Flucht aufzeigt und dabei betroffene Menschen selbst zu Wort kommen lässt. Wir freuen uns über die Beteiligung verschiedener Organisationen und Expert*innen, mit denen wir eine entscheidende Ansicht teilen:
Fluchtursachen sind das Problem, nicht Geflüchtete!

Programmheft Thementag Januar 2016

Kampf den prekären Beschäftigungsformen! – Diskussionsveranstaltung mit Bernd Riexinger am Do, 10.09. um 18.00 Uhr im DGB Haus!

11954809_507137912785156_1359369903156913131_nLeiharbeit, befristete Arbeitsverträge und unsichere Arbeitsbedingungen sind die häufigsten Auslöser für Stress und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Arbeit ist für Menschen ein wichtiges Element im Leben. Sie ermöglicht Integration, gesellschaftliche Teilhabe und die selbstständige Sicherung des Lebensunterhaltes. In den vergangenen Jahrzehnten wurde aber vermehrt im wirtschaftlichen Bereich der Fokus auf Wachstum und Umsatzsteigerung gelegt. Menschen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen rückten zunehmend in den Hintergrund und werden bis heute teils vollständig ignoriert. Um daraus eine legale Ausbeutung zu machen und die Arbeitslosenzahlen weiter zu verfälschen, wurden Arbeitsformen wie Leiharbeit erfunden. Sie tragen Sorge für gestiegene psychische Belastungen von Arbeitnehmer*innen. Leiharbeit ist vom ständigen Arbeitsplatzwechsel, unsicherer Zukunftsplanung und schlechter Bezahlung geprägt. Menschen die unter diesen menschenunwürdigen Verhältnissen arbeiten müssen, sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen, die häufig auch chronisch werden. Des Weiteren ist durch mangelnde Zukunftsplanung und schlechte Bezahlung ein strukturiertes und gutes Leben kaum möglich. Befristete Arbeitsverhältnisse sind hierbei in allen Branchen zu finden, von Bauunternehmen bis zu wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen.

Alle Menschen sollten die Möglichkeit auf unbefristete Beschäftigung haben. Der SDS Hildesheim unterstützt daher die Forderung der Partei „DIE LINKE“ prekäre Beschäftigungsformen abzuschaffen. Arbeit sollte als wichtiger Bestandteil des Lebens dessen Ausgestaltung fördern und nicht verhindern. Um zu diesem Thema diskutieren zu können, wird am Donnerstag, dem 10. September um 18 Uhr eine Veranstaltung im DGB-Haus (Osterstr. 39, Hildesheim) stattfinden. Hier soll im Rahmen der Kampagne „Das muss drin sein“ bei der Veranstaltung „Frist oder stirb? Befristung, Leiharbeit und Unsicheres Leben überwinden“ mit dem Parteivorsitzenden von „DIE LINKE“ Bernd Riexinger als Gastreferent diskutiert werden.

Kommt vorbei und diskutiert, für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen!